Geschrieben von Marie Langgärtner am 15. Februar
Es ist jedesmal ein Phänomen: nirgendswo sieht man soviele Leute Tomatensaft trinken, als im Flugzeug. Das Erstaunliche daran ist: Auf dem Boden würde man Tomatensaft in den meisten Fällen nicht anfassen. Aber warum ist das so, dass dieses Getränk gerade in der Luft so großen Anklang findet? Es ist eine Frage des Geschmacks: Tomatensaft schmeckt in der Luft anders als am Boden. Dies liegt an dem im Flugzeug herrschenden Niederdruck. „Tomatensaft wurde bei Normaldruck deutlich schlechter benotet als bei Niederdruck. Er wurde als muffig beschrieben“, sagte die Aroma-Chemikerin Andrea Burdack-Freitag vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Geruchs- und Geschmacksschwelle liegt bei niedrigem Druck höher. Der Tomatesaft wurde Probanden bei Normaldruck und Nieder druck serviert. Es stellte sich heraus, dass bei Niederdruck, also im Flugzeug, den Angaben der Probanden zufolge angenehm fruchtige Gerüche und süße, kühlende Geschmackseindrücke in den Vordergrund traten.
Salz und Pfeffer nicht vergessen!
Einen Kommentar hinterlassen